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        die Jahre 60er | 70er | 80er | 90er | 2000 ff  
 

Für Internetpioniere

waren die ersten Jährchen im neuen Jahrhundert der Anfang vom Ende. Aufgestiegen in den goldenen neunziger Jahren, folgten jetzt die kollektiven Abstürze. Nichts davon im Haus am Wannsee, das bereits Ende der achtziger Jahre auf die Gründung und den Betrieb eines eigenen kostenintensiven Internetstudios verzichtete, sich aber auch nicht durch das lukrative Literatur-Entertainment à la „Literarisches Quartett“ von der Politik des alten Höllerer abbringen ließ, den Autor in den Mittelpunkt zu stellen. Damit befindet sich das LCB auf dem besten Weg, ein wichtiger "Global Player" für Autoren zu werden. Denn wo in der Welt werden deutsche und fremdsprachige Autoren so breit und intensiv zugleich gefördert wie im Haus am Wannsee.

Das LCB stellte auch im neuen Jahrhundert jungen und bereits bekannten Autoren aus dem In- und Ausland sein Gästehaus für mindestens einen Monat zu Verfügung, um ihnen die Möglichkeit zu geben, über Texte, die sie gerade angefangen haben, fortsetzen oder beenden, sprechen zu können (31 auswärtige Autoren taten das 2000). Das LCB lädt Autoren aus dem Ausland zu Lesungen ein, um sie den deutschen Lesern vorzustellen. Im Kalenderjahr 2000 kamen sie aus Skandinavien, Frankreich, der Schweiz und Polen. Das LCB lädt Übersetzer ein. In der letzten Augustwoche 2000 waren elf Übersetzer aus neun Ländern zu Gast (Sommerakademie für Übersetzer deutscher Literatur). Das LCB stellt Kontakte zu Verlagen im In- und Ausland her, zu Buchmessen (Frankfurt, Leipzig), ausländischen Kultureinrichtungen in Deutschland und zu deutschen im Ausland. Und das LCB ist an der Verleihung von Preisen beteiligt. Vier vom LCB initiierte Preise konnten im Jahr 2001 vergeben werden (Else-Otten-Preis, Helen-und-Kurt-Wolff-Preis, Alfred Döblin Preis 2001 Lyrikdebütpreis)

Was Thomas Mann für das Luxushotel „Des Bains“ am Lido in Venedig ist, das ist die Gruppe 47 für die Haus am Wannsee. In dem prunkvollen Lido-Hotel schrieb Thomas Mann die berühmte Novelle „Tod in Venedig“. In diesem Hotel zu wohnen und zu denken, das ist für viele Autoren heute noch inspirierend. Ähnlich anregend ist für viele junge und ältere Autoren aus dem In- und Ausland das Haus am Wannsee, voll mit Erinnerungen und Anekdoten über deutsche Nachkriegsautoren, die inzwischen zur Weltliteratur des 20. Jahrhunderts gehören und die durch die gegenwärtigen Auseinandersetzung mit dem angeblich linken Antisemitismus einzelner toter und lebender Gruppenmitglieder wieder ins Gerede gekommen sind.

 

Die Highlights

  • 2000
    Deutschlandfunk Studio LCB Lesung: Marcel Beyer; Gesprächspartner: Ursula März und Heinz-Ludwig Arnold. Moderation: Hubert Winkels
  • 29.5.2000, Montag
    Literarischer Club; Neuerscheinungen im Urteil der Literaturkritik: Rainald Goetz “Dekonspiratione” (Suhrkamp Verlag), Maxim Biller “Die Tochter” (Kiepenheuer & Witsch), Klaus Schlesinger “Trug” (Aufbau Verlag) sowie Elke Schmitters “Frau Sartoris” (Berlin Verlag) oder Botho Strauss “Das Partikular” (Hanser Verlag). Die Diskussionsteilnehmer: Martin Lüdke (SWR, Mainz), Gustav Seibt (Die Zeit, Hamburg), Jörg Magenau (FAZ, Berlin) und die Gesprächsleiterin Beate Pinkerneil (ZDF, Kulturzeit, Berlin); Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Radio Bremen.
  • 2001
    Nr. 160 Sprache im technischen Zeitalter; New York im Herbst 2001. Hrsg Walter Höllerer, Norbert Miller und Joachim Sartorius
  • 2001
    Nr. 162 Sprache im technischen Zeitalter; Junge Talente - Die Debütanten und der Markt. Hrsg Walter Höllerer, Norbert Miller und Joachim Sartorius
  • 2002
    Deutschlandfunk Studio LCB Lesung: Sybille Lewitscharoff; Gesprächspartner: Ursula März und Martin Mosebach. Moderation: Denis Scheck

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